Bank of Scotland

Der Vorläufer der Bank of Scotland wurde bereits 1695 gegründet und hatte die Aufgabe, den Handel Schottlands mit den benachbarten Ländern zu fördern. Im 18. Jahrhundert übernahm die Bank of Scotland als einzige Bank auch die Notenausgabe des Landes.

Auch im 19. Jahrhundert konnte die Bank of Scotland dazu beitragen, das unabhängige schottische Bankensystem vor den zunehmenden Vereinnahmungsversuchen der Engländer zu bewahren. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts lag der Schwerpunkt der Bankaktivitäten in der Förderung der neuen Industrieunternehmen.

Im Jahr 1959 gelang des der Bank of Scotland als erster britischer Bank, die Kontenverwaltung computergesteuert vorzunehmen. Zu den besonderen Leistungen der schottischen Bank während der Siebziger Jahre gehört die frühzeitige und richtige Einschätzung der Bedeutung der in der Nordsee entdeckten Ölreserven, deren Ausbeutung sie finanziell unterstützte. In mehreren amerikanischen Bundesstaaten sowie in Singapur, Hongkong und Moskau wurden bereits Ende der Siebziger Jahre Zweigstellen eingerichtet. Die Kontenverwaltung von Firmen und Privatkunden vom heimischen Computer aus realisiert die Bank of Scotland mit dem HOBS-System, Home and Office Banking Services, bereits im Jahr 1986, weit vor dem ersten Boom des Internet. In Neuseeland und Australien übernahm die Bank of Scotland 1987 und 1995 wichtige lokale Banken.

Tagesgeld Vergleich
Diese Bank im Tagesgeldvergleich

Ab dem Jahr 2001 wurden die Aktivitäten der erfolgreichen Bank nochmals ausgeweitet. Eine Fusion mit der Halifax-Gruppe und der Erwerb der irischen ICC Bank erweiterten das Geschäftsfeld. Die Finanzkrise Ende 2008 hat auch die Bank of Scotland hart getroffen. Seit 2009 gehört die renommierte Bank zur britischen Lloyds Banking Group plc. Obwohl die Bank of Scotland weltweit aktiv ist, liegt der Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit in Schottland und in Irland. Die Verantwortung für die Banknotenausgabe teilt sich das Unternehmen heute mit der in Glasgow ansässigen Clydesdale Bank und der Royal Bank of Scotland mit Sitz in Edinburgh. Die oberste Kontrolle hinsichtlich der Notenpolitik liegt jedoch in der Hand der Bank of England. Seit Anfang 2009 verfügt die Bank of Scotland auch über eine deutsche Niederlassung in Berlin, über die vor allem Tages- und Festgelder für Privatkunden angeboten und verwaltet werden.

Das britische Kerngeschäft der Bank konzentriert sich auf das Kontengeschäft für Privatkunden, die Vermögensverwaltung in allen Anlagebereichen und hat auch als Geschäfts- und Investitionsbank eine beachtliche Bedeutung. Privatkunden können bei der Bank of Scotland Giro- oder Tagesgeldkonten einrichten, Festgeld anlegen, Kreditkarten erwerben oder ein Darlehen beantragen. Auch Sparpläne und Baufinanzierungen gehören zum Dienstleistungsangebot der Bank. Die Bank of Scotland bietet darüber hinaus für Privat- und Geschäftskunden eine Reihe von Versicherungsdienstleistungen an.